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Freitag, 06.05.11 Zwei Vögel mit einem Stein...

... oder zwei Fliegen mit einer Klappe.

Gestern waren die Älpeines ab mittag zu Besuch. Und haben geflucht auf Viessmann. Zitat: "Es wäre so einfach gewesen, den Verteiler gleich einzubauen. Nächstes Mal darf Viessmann selbst vorbeikommen und den Mist auszutauschen."

Los gings mit einer Handskizze, auf der zwar die drei Bohrungen grob eingezeichnet waren, aber keine Maße. Einer der Arbeiter war zwar bei der Bohrung selbst anwesend, aber da gabs ja grad mal eine Bodenplatte und sonst nix. Und ein paar Monate und für ihn diverse Baustellen dazwischen haben nicht unbedingt zur Findung beigetragen.

Mit dem Minibagger als Suchmaschine gings vorsichtig los und lange konnte sich die Leitung nicht verstecken. Nach einer guten Stunde waren alle drei Bohrungen freigelegt und der Verteiler konnte installiert werden, was den Flüchen nach wohl nicht so wie geplant vonstatten ging. Insgesamt dauerte die Aktion gut vier Stunden.

Zwischendurch konnte sich Carsten den Minibagger samt geübtem Fahrer für 45 Minuten (und kleinem Trinkgeld) ausleihen. Der verteilte unseren kleineren Kieshaufen im Eingangsbereich und entfernte den überzähligen Schotter aus dem vorderen Einfahrtsbereich - da müssen ja in naher Zukunft die Pflastersteine gesetzt werden. Nachdem es bisher eben abschloss, zog er zwischen 10-20 cm wieder weg und verteilte sie. Wären wohl viele, viele Stunden Schotterschaufeln gewesen und das ist in der Liste der ungeliebtesten Arbeiten an unserer Baustelle ganz oben anzutreffen.

Mit den Dielen im Küchen-/Wohn-/Essbereich sind Carsten und unser gefühlter Bauleiter (Carstens Papa) auch fast fertig geworden. Fast deswegen, weil die gehobelten Dielen nicht ganz reichten. Ungehobelte wären noch einige übrig (die wohl als Garderobe recycelt werden - dem Hornbach Projektbuch sei Dank), aber so muss noch ein Trip zu Schreiners Hobelmaschine für vier Bretter erledigt werden. Und das vor Dienstag, denn dann kommt unser Küche - ein fast so lang erwartetes Highlight wie die Hausaufstellung.

Carstens Brüder haben das Laminat im Arbeitsraum nahezu perfekt übernommen und mittlerweile nimmt auch die Einfahrtsplanung deutlicher Gestalt an. Die Stadt schreibt uns zwei voneinander unabhängige Stellplätze (also nicht hintereinander, was deutlich einfacher gewesen wäre) vor. Es wird jetzt wohl ein Doppelcarport mit etwas längerer Einfahrt (nochmal 5 Meter) davor, um nötigenfalls auch mal Besuch zu empfangen, der nicht zu Fuß kommt.

Die Diskussion hat sich mittlerweile über mehrere Tage erstreckt, da hier keine der angedachten Optionen nur Positives hervorbrachte. Aber mit Hilfe der Frau eines Kollegen, die für Spezialfälle wie unseren studiert hat, konnten wir jetzt die für uns wohl passendste Lösung finden.

Außerdem wurden die Teppiche für die Schlaf- und Kinderzimmer geliefert. Wir unterstützen die kränkelnde Firma ARO, die einen passenden in der Werbung hatte. Jetzt können wir auch die gefühlt 30 Teppichmuster, die unsere Katze als Spielobjekt genutzt hat, entsorgen.

Schön ist übrigens die EDV-Anlage bei ARO. Hat mich an unseren Schneider PC erinnert. Cirka Baujahr 1990. Wobei der sogar besser war, weil er im Gegensatz zu dem System vom Roths Michel auch schon Farbe konnte. Hoffen wir mal, dass sie ihr ganzes Geld in qualitativ hochwertige Teppiche stecken, sonst seh ich schwarz für die Firma.

Und noch ein Klassiker: bei der Hornbach Lieferung fehlten ja die Paneele für die Türverblendung. Wir konnten so mit rausschlagen, dass auch noch die Kleinigkeiten Natursteinverblender, Kleber und Kondenstrockner umsonst mitgeliefert werden. Soweit so gut. Der Fahrer hatte auch bis zu unserem Eintreffen schon alles ausgeladen (ein noch früherer Frühaufsteher offensichtlich) - wir kurz mit dem Lieferschein kontrolliert und weg war er.

Nach ein paar Minuten fiel uns auf, dass die Paneele wieder nicht dabei waren. Die standen auf nem separaten Lieferschein, weswegen das zuerst nicht auffiel. Hat mal kurz für Gelächter gesorgt, dass nur die "Zusatzposten" gebracht wurden. Jetzt haben wir sie halt selbst in den Xsara gepackt. Zumindest die 30 Euro für eine Lieferung gespart und mittlerweile kennt der freundliche Hornbach Mitarbeiter auch unseren Namen, nachdem wir ihn täglich mit Wünschen konfrontieren. Aber er scheints immer noch gern zu machen :)

Hier noch ein paar Bildchen:



Zum Glück war unser Garten noch nicht angelegt. Dann wärs spannend geworden. So musste "nur" ein bissi Humus rumgeschoben werden









"Unser" Minibagger. Sehr entspanntes Schaufeln für uns (nur die Älpeines mussten noch schuften)











Der Verteiler des Anstoßes. Innen ein paar Rohrleitungen mit einem Absperrhahn. Nix besonderes eigentlich und sehr einfach zu installieren haben wir uns sagen lassen...wenn man nicht wieder alles extra aufgraben muss.













Unsere wieder erniedrigte Einfahrt. Vielleicht spendieren wir ihr sogar noch ne Regenablaufrinne











Und noch was lustiges. Den Schubkarren haben wir eine einzige Nacht vergessen in unseren tollen Schuppen zu stellen. Grad da hats natürlich geregnet. Am nächsten Tag war der Karren voll Wasser und der darin liegende Meter aufgequollen auf das doppelte seiner normalen Breite. Dafür war der Schubkarren aber super als Radler-Kühlschrank zu gebrauchen

Dienstag, 03.05.11 Es wird Zeit...

... für einen Blogeintrag. Wir sind quasi überfällig. Zunächst hatten wir müde gelächelt, als wir bei anderen gelesen hatten, dass sie zu fertig waren zum bloggen. Mittlerweile schlafen wir abends um 22:00 Uhr auf dem Sofa ein. Auch kein Wunder, wenn man von früh acht bis abends 18:00 Uhr irgendwas auf der Baustelle rumtorkelt. Und in der Arbeit ging das Schreiben seltsamerweise auch nicht...

Es ist auch viel passiert seit dem letzten Eintrag: unser Fliesenleger hat die Bäder fertig gefliest, der Boden im Wohnzimmer wächst und der Eingangsbereich ist auch schon vollendet. Fehlen noch die Teppichböden (es gibt einfach zu viel Auswahl - manchmal wären die DDR-Zeiten schon hilfreich...) und das Verlegen des Laminats im Arbeits-/Gastzimmer.

Und der Außenbereich. Kleinigkeiten also :)

Die Erdwärmeinstallationsfirma alpine-energy schaut auch nochmal vorbei. Die hatten uns damals angeboten, einen Verteiler zu setzen, um im "Störfall" (wir wollen nicht gleich von Fukushima ausgehen) gleich zu wissen, welches der drei Bohrlöcher versagt hat. Allerdings hätte uns der Spaß knapp 1000 Euro gekostet und Viessmann war der Meinung, dass diese Bonusinstallation verzichtbar ist. Mittlerweile hat sichs Viessmann doch anders überlegt und die Älpeines dürfen nochmal anrücken.

Das hat gleich zwei Vorteile: zum einen müssen wir die Zusatzkosten jetzt nicht tragen und sie haben auch gleich noch nen Minibagger im Gepäck. Der Schotter unserer Einfahrt will nämlich noch umverteilt werden. Perfekt - zwei Fliegen mit einer Klappe.

Und jetzt noch ganz schön viele Bilder, die sich in knapp zwei Wochen angesammelt haben:


Schnee bei 20 Grad? Nein...Pollen, von denen wir massig haben. Karin hat sich aus Symphatie auch gleich mal nen Heuschnupfen zugezogen, damit Carsten nicht allein leiden muss. Hätte es nicht gebraucht.







Wir sind ein herausragender Grund, warum die Firma PCI - laut Fliesenleger Friedrich "der Mercedes unter den Sanitärartikeln - auch in der kommenden Bundesligasaison den FC Augsburg sponsern kann. Aber das Zeug scheint tatsächlich gut zu sein, wenn man die Ergebnisse betrachtet.






Nämlich so: unsere Dusche mit sündhaft teuren Mosaikfliesen und Ablage links.













Die Schuppeninspektion durch Karins Eltern. Fehlt noch die Tür, aber die liegt bereit. Deren Verblendung hat der Hornbach Lieferant vergessen. Jetzt muss er zur Strafe auch noch die Natursteinfliesen, den Kleber dazu und nen Kondenstrockner mitbringen. Das hat er nun davon!






So sehen die Granitverblender aus. Wir hatten gespannt auf die Lieferung für den Hornbach gewartet, da die zur Ansicht aufgehängten ziemlich braunlastig waren und dann ausgeschieden wären. Der vorrätige Rest sah aus wie das Muster hier - also schön, war aber zu wenig. Das Warten hat sich gelohnt - wir kriegen 8qm helle Fliesen.





Eine Brücke, weil die Fliesen noch nicht fest waren. Rechts an die Wand kommen die Natursteinfliesen.















Aller Anfang ist schwer. Wir haben uns zur vollflächigen Verklebung entschieden und das natürlich vorher noch nie gemacht. Aber dank Tipps von unserem Fliesenspezialisten und Papas Anleitung gings doch irgendwann ganz gut.







Zwei Reihen abmessen und trocken vorlegen, anzeichnen, Kleber mit Zahnspachtel aufziehen, Dielen in Nut oder Feder (auch nach 100 Erklärungen kann ichs mir nicht merken) mit Ponal beschmieren und rein damit. Anklopfen, evtl. mit Zugeisen reinziehen. Fertig. Klingt einfach, ist auch fast so.





So sieht das Ergebnis dann aus. Komplizierter wurde es bei unserem Estrichproblem in der Küche (im Vordergrund), denn die abgehobelten Dielen wollten immer aufstehen. Ungefragt. Das mussten wir mit professionellen Dielenbeschwerern unterbinden.





So sehen die "Rembrandt-Dielen" aus der Nähe aus. Zum Glück haben sie eine Fase, so dass es nicht auf den erste Blick auffällt, wenn die Fugen etwas breiter sind. Nachdem es sich auch um ein Qualitätsprodukt aus dem Osten handelt und unsere Lagerung die Wochen seit der Lieferung bestenfalls suboptimal war, kommen doch mal etwas weitere Stöße vor.





Im Hauswirtschaftsraum waren eigentlich Fliesen geplant. Und auch schon gekauft. Aber bei den vielen Rohren und Ecken wär das eine üble Schnippelei geworden. Also zurück zum Obi und stattdessen PVC geholt. Sieht auf den ersten Blick auch nach Fliesen aus - aber nur auf den ersten - und lässt sich einfacher hinzaubern.










Selbst der fleißigste Helfer braucht mal ne Pause...

Sonntag, 20.03.11 Weiter, immer weiter...

...bleib niemals stehn (Kinder dieser Zeit - BO).

Im Haus passierte diesmal nicht viel. Es dampft so vor sich hin und wir statten regelmässige Besuche zu Unzeiten (früheste: 04:50 Uhr, späteste: 00:30 Uhr) ab, um einen Luftaustausch durchzuführen.

Das dauert normal so 10 Minuten, wenns windig ist auch gern länger, weil es die Fenster dann abwechselnd zuschlägt und man sich wie ein Kindergärtner vorkommt, der eine ganze Herde Knirpse beaufsichtigt.

Mittlerweile kondensiert das Wasser nicht mehr an den Fenstern, sondern es wird nur noch warm. Trotzdem muss mehrmals täglich gelüftet werden.

Das Ganze hat auch seinen Preis: in den 10 Tagen, die wir jetzt heizen, sind gut 2000 kwh rausgeblasen worden. Die Stadtwerke wirds freuen; uns hats zwar dank des FingerHaus Forums und den Erfahrungen der anderen Häuslebauer nicht überrascht, aber trotzdem tuts weh. Sind ja jetzt bereits fast 400 Euro.

Unsere Heizung hat übrigens einen separaten Zähler mit Haupt- und Nebentarifabrechnung. War so nicht geplant, ist uns aber auch nicht unrecht. Momentan kostet der Haupttarif 20 Cent, der Nebentarif 14,5 Cent.

Kleinere und größere Mängel haben wir auch bereits festgestellt: Die Leitung, die von der Solaranlage zur Wärmepumpe führt, wurde anscheinend nicht 100 %ig abgedichtet, so dass es beim Regen Wasser auf den Dachboden drückte. Nachdem es da auch keine Lüftung gibt, hoffen wir, dass nix schimmelt.

Ein größeres Problem ist der Estrich: unser Bauleiter, nennen wir ihn Tony Polster, hatte uns nach den Höhen gefragt; leider hat er angenommen, dass die Küche gefliest wird und nicht, wie von uns geplant, durchgehend mit Wohn- und Essbereich mit unseren Eichenholzdielen belegt wird. Das hat jetzt dazu geführt, dass der Küchenestrich 5 mm höher ist als der im Wohnzimmer. Und nachdem die Diele gefliest wird (und der Estrich genau so hoch ist wie in der Küche), haben wir auch dort eine "Stufe" von 5mm. Ärgerlich und blöd gelaufen. Da stehen noch Verhandlungen mit FingerHaus an.

Erfreulicher ist, dass unser Außenputz am Mittwoch und Donnerstag aufgebracht wurde und das Gerüst jetzt morgen abgebaut werden kann. Wenn die Sonne drauf scheint, strahlt es in glänzendem weiß.

Auch der Elektriker war da, um die Schüssel einzustellen. Das Ganze entbehrte nicht einer gewissen Komik: bei einem Rückruf , obs geklappt hat, wurde erklärt, dass keine Mastkappe drauf ist (stimmt, aber das gute Panzertape kann das auch). Außerdem "kanns ja nicht gehen, weil wir das LNB ja direkt an der Dose angeschlossen hätten". Das sorgte bei Carsten für etwas Unverständnis, da es eigentlich an den Multischalter im Hauswirtschaftsraum angeschlossen ist und das mit der Dose sehr kreativ, aber Quatsch, wäre.

Die Info war für den Elektriker neu, so dass er seinen Monteur gleich nochmal hingeschickt hat. Der hatte einfach die Kabel im Dachboden gesehen und angenommen, dass wir die einfach zur Dose gelegt hätten. Jetzt solls angeblich gehen. Wir sind gespannt - uns fehlt nämlich noch der TV zum Testen. Aber das kommt noch. Die Schüssel zeigt jedenfalls in die selbe Richtung, in die wir sie ausgerichtet hatten.

Heute hatten wir noch Besuch am Bau: zunächst unser Schreiner, der die Türen ausgemessen hat. Und dann noch BJIL - die Erbauer des Wunderhauses (siehe Links links), die sich unser FingerHaus live anschauen wollten, was wir natürlich gerne ermöglichten.

Nächste Woche sollen die Innenausbauer zum Verspachteln, Schleifen und Verputzen kommen. Wir sind so froh, dass uns diese Arbeit erspart bleibt...

Und noch ein paar Bilder:


Der Fehler an der Vitocal Wärmepumpe hat uns kurz Kopfzerbrechen bereitet, doch unser Bauleiter Tony P. konnte das schnell klären: die Versorger können beim Zweistromtarif für ein paar Stunden - üblicherweise zu einem festen Zeitpunkt für ein paar Stunden diesen Strom sperren. Hat uns gleich dran erinnert, dass das im Forum mal diskutiert wurde. Spart Strom und ist uns somit recht




Kleiner Kabelsalat. Der vermisste Multischalter mit allen Homeway und sonstigen TV-Kabeln










Der "Wassereinbruch" im Dach. Nachdem der Holzboden unbehandelt ist, hoffen wir, dass sich kein Schimmel einquartiert










Ganz schön dunkles Bild. Noch dunkler - nämlich ganz schwarz - wärs, wenn wir nicht die tollen Baustellenfassungen hingeschraubt hätten. So gibts innen genug Licht, auch wenns von außen suboptimal beleuchtet aussieht.







Und noch eine fast strahlendweisse Außenansicht. Die nächsten Tage dann sogar ohne Gerüst. Wir freuen uns drauf!

Sonntag, 13.03.11 Langenzenner Dampfbad

Seit Donnerstag läuft unsere Heizung endlich - hurra! Nach nur fünf Technikerbesuchen und einer Woche brach liegendem Estrich war es endlich soweit: unsere "Dampfsauna" läuft auf vollen Touren.

Die Heizung bringt den Estrich zum Ausdünsten, so dass wir mehrmals am Tag zur kommenden Heimat düsen dürfen, um zu lüften und das Wasser von den Fenstern zu wischen. Aber das machen wir gern, wenns dafür vorwärts geht.

Was dafür noch nicht funktioniert ist unsere Satellitenanlage. Trotz toller Anleitungen im Internet (z.B. eine interaktive Google Maps Karte, die mit einer Linie anzeigt, wohin man die Schüssel ausrichten muss) kriegen wir kein Signal. Entweder hat das LNB einen Treffer oder der Multischalter (Verteiler). Oder irgendwas anderes, was uns nicht einfällt. Kriegt der örtliche Elektriker halt noch ein paar Euro.

Außerdem gabs die Woche ein Angebot für unsere restlichen Sanitärobjekte - die Viega Drückerplatten, Waschbecken, WCs und mehr. Das blieb beim Arbeitgeber von Karins Bruder deutlich im Rahmen, so dass wir da zuschlagen. Fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten...wie Böden für alles außer den Wohn-/Essbereich. Aber das wird auch noch.

Die Innentüren sind bereits in Auftrag gegeben und werden diese Woche ausgemessen.

We're marching on...es geht voran !

Und noch ein paar Bilder:



Wir hatten schon angenommen, dass es sich um die "Styropor U-Boote", die andere Bauherrn festgestellt hatten, handelt; sind aber nur die Stellen, wo vor der Bodenverlegung die Feuchtigkeit des Estrichs gemessen wird







Der Container ist weg und dank Carstens Vaters Hilfe auch der Versorgergraben jetzt ebenerdig verfüllt. Der Knauf Estrichtank ist verschwunden. Alpine-energy hat ebenfalls ganze Arbeit geleistet und die Erdwärme angeschlossen - die schwarzen Schläuche sind jetzt unterirdisch.






Der Estrich wirft Blasen beim Trocknen. Ganz normal, sieht aber trotzdem lustig aus. Erkennt man allerdings nicht besonders auf dem Bild














Die Gerüsthaken reissen kleinere Löcher in die Wand. Beunruhigt andere Bauherrn im Forum, uns eigentlich nicht. Wird ja zugespachtelt, so dass man später nix mehr sehen sollte.

Donnerstag, 24.02.11 Hickups...

...ist englisch für "Schluckauf". Und bezeichnet gerne auch mal, wenn kleinere Schwierigkeiten auftreten. Von denen hatten wir diese Woche auch ein paar.

Zuerst kam eine Rechnung über gut 600 Euro vom Bodenplattenbauer für die "Verlegung der Erdwärmeleitung". Eigentlich war abgesprochen, dass die der Tiefbauer mit rein legt. Hatte er aber nicht, deswegen musste die Firma einen Minibagger organisieren und das Schotterbett nochmal aufgraben. Auf die Antwort, warum die Rohre vor Schottereinfüllung nicht wie abgesprochen mit reingelegt wurden, warten wir noch.

Ein zweites kleineres Problem ist unsere Wasserleitung: da wir am Grundstücksbeginn noch auf die Verbindung des Stromkabels warten mussten, konnten wir den Versorgungsgraben noch nicht verfüllen. Dank nem kurzen Kälteeinbruch von -12 Grad ist die Wasserleitung eingefroren. Glücklicherweise nicht geplatzt, aber Wasser kommt halt keins mehr. Normal wäre die gestern verlegte Fußbodenheizung schon angefüllt worden, aber so dauert das wohl noch. Zumindest so lang, bis die Leitung wieder "entfroren" ist. Es soll ja wärmer werden. Schon ein Abenteuer - so ein Bau im Winter.

Und die Wärmepumpe mag auch noch nicht so recht. Soll wohl ne defekte Platine sein, aber ohne Wasser ist das nicht so tragisch.

Morgen soll schon der Estrich kommen. Wir sind gespannt.

Dafür schauen die verlegten Fußbodenheizungsleitungen gut aus - und auch der Rest liegt voll im Zeitplan.

Die Telekom müssen wir übrigens ausdrücklich loben (im Gegensatz zu etlichen anderen Häuslebauern, bei denen wir mitlesen): zuerst unkomplizierter Kontakt über die "Bauherrnhotline" (was es nicht alles gibt). Anschließend durften wir zwei Pläne einsenden und uns wurde versprochen, dass es zügig geht, sobald wir soweit wären. Und tatsächlich: montags angerufen, dass der Hausanschluss möglich ist und trotz Streik (!) erfolgte der Anschluss donnerstags. Perfekt. Wenn sie jetzt noch halbwegs humane Preise hätten, würden wir auch zu ihnen gehen. Aber sie sind halt statt bei 30 €uro im Monat wie die Konkurrenz im Schnitt bei weit über 40 €uro. Zumindest kassieren sie aber 353 €uro für den Hausanschluss (bis vor ein paar Jahren gabs das noch umsonst).

Hier noch ein paar Bilder:



Der momentane Stand - schaut gut aus in der Sonne :)











Die Telekom hat fix den Anschluss installiert (das kleine Kästchen links). Dauerte kaum ne Stunde - sehr schön. Jetzt müssten nur noch die Alternativanbieter unsere Straße kennen...














Die verlegten "Schlangen". Ein Hindernislauf, wenn man mal schnell in den Hauswirtschaftsraum will (wie der Telekommann, der Viessmann Techniker und ich...)








Der laut Forum nicht grade leise Heizkreisverteiler. Nachdem unser Bett Luftlinie einen Meter weg steht, sind wir gespannt









Unsere "fast nicht auffällige" Fuba Schüssel. Jetzt muss sie nur noch funktionieren...

Samstag, 19.02.11 Ja wer schaufelt noch so spät...

...am Versorgerloch, das ist Carsten - und er flucht immer noch. So oder so ähnlich lässt sich die letzte Woche beschreiben. Schaufeln bis zum Abwinken, damit die Stadtwerke Strom, Telefon und Wasser ins Haus legen können.

Das kleinere Problem war die Elektrik. Wie vereinbart zog die E-Abteilung der Stadtwerke ihre beiden Kabel am Montag durch die Leerrohre und die Luxusmehrsparteneinführung namens "Basic" von Hauff in den Hauswirtschaftsraum. Null Problemo würde Alf sagen.

Anders sah es mit der W-Abteilung aus: "das Loch ist nicht breit genug für zwei". Außerdem ist einer der Arbeiter etwas eingeschränkt beweglich, so dass es nochmal geräumiger werden muss. Zum Schluss, also nach gefühlten 20 Stunden Buddeln, hätte wohl auch ein Rollstuhlfahrer bequem Platz gehabt.

Am Donnerstag konnte somit auch die Leitungsverlegung des (Bau-)wassers in den Hauswirtschaftsraum erfolgen. Hurra.

Die Leitungen und Kabel mussten jetzt eingesandet und der Graben wieder verfüllt werden. Carsten hatte sich dazu semiprofessionelle Hilfe von seinen Brüdern organisiert. Zu dritt gings auch wesentlich flotter als alleine.

Anschließend wurde noch das Erdkabel für den zukünftigen Stromanschluss in der Garage / Carport verbuddelt. Wenn die Männer schon mal "warmgeschaufelt" sind, muss man das gleich ausnutzen.

Zu guter Letzt sollte die Satellitenschüssel montiert werden. Kann ja nicht so lang dauern, dachte sich der Bauherr. Hat ja vor vielen Jahren im Elternhaus auch irgendwie geklappt. Ungewohnt ist jedoch das Werkeln auf dem Dach, auch wenn ein Gerüst zur Absicherung steht. Sind ja ein paar Meter bis unten.

Schon das Kabelziehen durch die Dachsparrenhalterung von Kathrein gestaltete sich wesentlich zeitaufwändiger als gedacht. Dann die störrischen Kabel mit viel gut Zureden und noch mehr Fluchen am LNB anschließen. Schwuppdiwupp sind zwei Stunden rum. Und das bei ungefähr 2 Grad Celcius ohne Pause am Dach. Das ist der Beamte nicht gewohnt (und auch der rechtschaffen arbeitende Bruder nicht).

Am Abend konnte zumindest ein Teilerfolg vermeldet werden: Schüssel hängt, Kabel sind angeschlossen. Nur ein paar "Kleinigkeiten" - kein Ton und Bild am Fernseher und wohl auch kein Signal - müssen in den nächsten Wochen noch korrigiert werden. Aber das wird schon noch.

Nächste Woche werden die Sanitär-er wieder kommen, aber wohl noch keine Rückkehr der Elektriker, um den Strom von Baustrom auf provisorischen Anschluss (mit regulärem Strom) umzustellen. Hauptsache das klappt vor der Estrichtrocknung (bei der die paar Cent mehr des Baustroms böse zu Buche schlagen würden), aber wir sind zuversichtlich.

Hier noch ein paar Bilder:

Ein kleines Chaos im Esszimmer beim Besuch der Sanitärmenschen. Mal sehen, ob es in ein paar Jahren auch so aussieht...aber Karin wird das schon zu verhindern wissen!











Ein Bad-Bild, als die Abflussrohre verlegt wurden











Und so sieht eine unprofessionelle Estrichsperre für eine Duschtasse aus - daraus schließt der geneigte Leser: Bauherrenleistung









Eine der hoffentlich seltenen Gelegenheiten unsere Wärmepumpe (Viessmann Vitocal 343) offen zu sehen. Irgendwo passen da auch 220 Liter Wasser rein















Und der Blick hinter die Vitocal. Eigentlich wollten wir irgendwo ein paar Vorratsregale aufhängen. Mal überlegen, wo wir die noch unterbringen.














Die anscheinend bevorzugte Garderobenvariante von FingerHaus (nachdem wir das auch in einem anderen Blog so bemerkt hatten)










Die familiäre Buddelkolonne im Einsatz bei der Verlegung des Erdkabels












Und der momentane Stand. Die Schüsselhalterung ist jetzt doch im Süden angebracht - war im Plan auf dem Westdach eingezeichnet. Aber taugt uns so. Jetzt muss sie nur noch irgendwann Signale übertragen.

Samstag, 22.01.11 Erdwärmesondenbohrung

Super Wort. Erdwärmesondenbohrung. Und interessanter Prozess zum Anschauen. Nach kleineren Schwierigkeiten (das unselige Wetter, Verzögerung auf ner anderen Baustelle) gings gestern mit der Bohrung los.

Gegen 10:30 Uhr traf das Zwei-Mann-Team von alpine Energy ein, die als Sub für Viessmann die Bohrung durchführen. Also die drei Bohrungen á 43 m, um genau zu sein. Das wurde uns ja vom Wasserwirtschaftsamt aufgrund der geologischen Bedingungen so vorgegeben (anstatt nur einer Bohrung zu 93 m wie von FingerHaus vorgesehen).

Allerdings gabs auch gleich ein Problem: der bestellte Container für den Abraum war da, aber Rohre und Verfüllstoff fehlten. Die brachte dann am Mittag der zuständige Ingenieur noch vorbei, nachdem der externe Lieferant das versaut hatte. Zum Glück hatte es auf den Ablauf der Arbeiten keinen Einfluss.

Bei einem Besuch heute mittag erwischte ich die Jungs grad in ihrer Pause, so dass Zeit für ein bisschen Aufklärungsarbeit und Hintergrund- Wissensvermittlung für mich war. Sehr nette Arbeiter und wie erwähnt interessant zum Anschauen das Ganze.

Zwei der Bohrungen waren bereits fertiggestellt, an der dritten und somit letzten arbeiten sie grade. Nach Auskunft der Beiden sind sie in gut 30 m auf Wasser gestoßen, so dass eigentlich optimale Bedingungen für unsere Heizung später herrschen dürften. Wir sind erfreut und gespannt :)

Hier noch ein paar Bilder:

Super, was es für man-made Spielzeuge gibt...

















Und der ganze Fuhrpark mit Container, Laster und Bohrer












So sieht eine fertige Bohrung aus. Eigentlich reichlich unspektakulär. Ich hab in der Pause gelernt, dass die beiden verklebten Kabel U-förmig nach unten gehen, da in einem Fuß eingelassen sind und später die Flüssigkeit durchgepumpt wird. Die Kabel sind in einem Rohr bis zu ner bestimmten Tiefe und darunter nur mit Verfüllstoff umgeben. Grob wussten wir das bereits, aber ist doch live etwas anschaulicher.










Der überflüssige Dreck, der durch die Bohrung entsteht, wird per Container entsorgt. Wir durften zwei bestellen, kamen aber mit einem aus. Vielleicht drückt das den Preis von knapp 300 €uro ja nochmal. Wir sind über jeden €uro dankbar ;)

Mittwoch, 01.12.10 Schneeverzögerung

Nachdem sich ja viele Menschen über Schnee im allgemeinen und die Aussicht auf "Weiße Weihnachten" im besonderen freuen, müssen wir dieses Jahr widersprechen: wir hatten auf möglichst wenig Kälte und naturgemäß dann auch wenig Schnee gehofft.

Leider macht uns Petrus einen Strich durch die Rechnung. Letzte Woche sah es kurzfristig so aus, als ob unsere Erdwärmebohrung diese Woche noch durchgeführt werden könnte. Herr K. von Alpine Energie aus Biberach und wir kamen überein, die drei Bohrungen morgen bzw. übermorgen durchzuführen. Die vorgesehene Lage unter der zukünftigen Terrasse änderten wir in Richtung Straße, da eine Beschädigung der Erdsonden bei den anstehenden Tiefbauarbeiten nächste Woche (Petrus, wir schauen in Deine Richtung, das möglich zu machen) nicht ausgeschlossen gewesen wäre.

Für die Bohrungen bräuchten wir übrigens auch Bauwasser und Strom. Strom hätten wir von unserem Nachbarn bekommen. Bauwasser hatten wir eigtl. ausgeschlossen, da Fingerhaus uns mitgeteilt hatte, dass sie lediglich 100-200 Liter benötigen würden. Dabei wurde anscheinend nicht an die Erdwärmebohrung gedacht, die nach Angaben von Herrn K. ein Vielfaches davon brauchen. Also noch schnell den Anschluss bei der Stadt beantragt - mit 65 €uro inkl. Wasser ein absolutes Schnäppchen.

Andere Schnäppchen haben wir diese Woche noch beim Obi erstanden: dank 20 % Rabatt gabs ne Duschkabine und -tasse fürs Kinderbad, Armaturen fürs Elternbad und einen Waschtisch. Trotz des Diskounts haben wir letztendlich 1400 €uro ausgegeben, sind aber mit dem Ergebnis durchaus zufrieden.

Jetzt ist Warten und Bangen angesagt, ob die Bodenplatte zeitgerecht fertig wird. Bei einem Blick aus dem Fenster schwindet die Hoffnung. Der Zeitpunkt der Erdwärmebohrung steht erstmal in den Sternen...

Sonntag, 21.11.10 Nur gute Nachrichten

Den Rest der Woche passierte nicht mehr so viel: die Baubeginnsanzeige musste beim Landratsamt abgegeben werden (zwei Wochen vor Baubeginn und den kannten wir ja jetzt nach Auswahl des Tiefbauers), was dank Außendienst kein Problem darstellt.

Von Fingerhaus haben wir auch mehrfach Post bekommen: die erste größere Rechnung - 5 % der Gesamtsumme, die nach Übergabe der Bauantragsunterlagen fällig waren - trudelte ein. Nach dem halben Grundstück das zweite Mal, dass wir den PSD-Kredit "angreifen" müssen.

Außerdem die freudige Nachricht, dass unsere erhöhten Erdwärmekosten zu unserer vollsten Zufriedenheit dank unserer Ansprechpartner bei Fingerhaus Frau S. und Frau K. geklärt wurden. Sehr schön und ein weiteres Detail, weswegen wir mit Fingerhaus bisher sehr zufrieden sind. So macht das Ganze Spaß und darf gerne in dem Stil weitergehen!

Mittwoch, 17.11.10

Nachdem wir vor einer Woche noch einen verzweifelten Last-Minute-Versuch mit einer heimatlichen Baufirma für die Tiefbauarbeiten versucht hatten, wurden wir auch tatsächlich belohnt. Deren Angebot lag letztendlich gut 3000 €uro unter dem bislang günstigsten (und nochmal so viel über unserer Kalkulation).

Beim Gespräch mit der Firma (DeCandido aus Gollhofen) stellte sich heraus, dass die auch schon oft als Sub für Fingerhaus tätig waren und auch die Bodenplatte hätten ausführen können (was uns wohl auch Geld gespart hätte; aber auf die Idee sind wir ja überhaupt nicht gekommen).

Zeit haben sie nur in der letzten von uns vorgegebenen Woche (49. KW; ab 05.12.). Wir müssen also hoffen, dass Petrus seinen Winter noch etwas zurückhält, damit da auch alles problemlos abläuft.

Unser Glück geschmälert hat das Eintreffen einer Mitteilung von Fingerhaus, dass die Firma Viessmann aufgrund unserer Bodenklasse (zum Teil Bodenklasse 6) eine "Hammerbohrung" durchführen muss, die gleich mal 768 €uro mehr kostet als vorgesehen. Wir haben hier mal remonstriert, da die Bodenklasse von Anfang an durch unsere beiden mitgelieferten Bodengutachten bekannt war und wir davon ausgingen, dass das in der ersten zusätzlichen Erhöhung der Kosten von 2000 €uro mit inbegriffen war. Können wir ja nichts dafür, wenn bei Viessmann keiner die gelieferten Unterlagen durchschaut. Auf eine Antwort warten wir noch.

Am Freitag fand Karin dann einen potenziellen neuen Esstisch für uns: wir wollten entweder ein 90 oder 100 cm breites Modell mit mindestens 190cm Länge zum Ausziehen oder mind. einen 200cm Tisch. Bei Küchen Fischer fanden wir ein Ausstellungsstück in 200x100cm mit einem kleinen Mangel (ein kleiner Riss an einer Seite), der dafür lediglich 199 €uro kostete. Nachdem alle anderen bislang mindestens das doppelte, meistens aber ein vielfaches kosteten, beschlossen wir zuzuschlagen.

Stellte sich noch das Problem des Transports: unsere Pkw sind dafür einfach zu klein. Bei der benachbarten Autovermietung wollten sie für einen Sprinter inkl. 200 km gut 76 €uro, bei Sixt sogar wesentlich mehr. Glücklicherweise sind wir seit dem Küchenkauf bei mömax Kundenkarteninhaber. Hier haben wir einen 3,5 Tonner für schlappe 22 €uro für 3 Stunden bekommen (für den Transport der - ähem - dort gekauften Sachen).

Bei Bauhaus hatten wir außerdem eine Badewanne (Acryl, 180x80cm) zum Schnäppchenpreis gesehen, die wir auch gleich noch mittransportieren wollten.

Unser Dienstag sah also so aus: zum Bauhaus nach Stein, Wanne kaufen und bereitstellen lassen. Weiter zu Küchen Fischer und den Tisch gekauft und einpacken lassen. Im Anschluss zum mömax, Transporter geholt, zurück zu Fischer, Tisch eingeladen, weiter zum Bauhaus, Wanne rein, und schon waren wir auf dem Weg zur vorübergehenden Lagerstätte nach Bad Windsheim. Und nach kürzestem Aufenthalt zurück zum mömax im Feierabendverkehr.

Irgendwie haben wir alles in gut 5 Stunden geschafft; dafür haben wir jetzt einen schönen Esstisch und eine Badewanne für zusammen grad mal 400 €uro. Schön, wenn mal was klappt, wie vorgesehen und dazu noch günstig abgeht.

Der Vermesser war zwischenzeitlich auch da und hat die Vermessung für den Tiefbauer ausgeführt. Von uns aus könnte es also losgehen, aber ist noch gut zwei Wochen Geduld angesagt...

Montag, 08.11.10 Mit beiden Füßen zurück ins Bauprojekt

Noch in Malaysia hatten wir beim Anschalten von Karins Handy festgestellt, dass wir diverse Anrufversuche verpasst hatten. Eigentlich von allen, denen wir Bescheid gegeben hatten, dass wir im Urlaub sind.

Auf dem Rückweg riefen wir daher gleich mal beim Landratsamt: die gute Nachricht, dass unsere Baugenehmigung vorliegt, wurde von der negativen überschattet, dass wir sie nicht wie persönlich vereinbart dort abholen können, sondern sie sie doch zur Gemeinde geschickt hatten. Also raus aus dem Zug nach 24 Stunden unterwegs und gleich mal dorthin. Dafür war sie mit 650 €uro noch erschwinglich.

Zu Hause erwarteten uns noch mehr Rechnungen: die Erdwärmebohrung wurde genehmigt – kostet natürlich auch Geld, nämlich 420 €uro in unserem Fall. Die Stadtwerke Langenzenn hätten zu guter Letzt auch gerne eine Überweisung von 76 €uro für das Vorgespräch am Bauplatz mit Herrn Lohrey am 04.10.10.

Alles nicht so tragisch. Bedauerlicher ist, dass sich kein Tiefbauer zu finden scheint, der halbwegs zu unseren geplanten Konditionen zu haben ist. Vorgesehen waren 12.500 €uro, aber unser niedrigstes Angebot liegt bei knapp 19.000 €uro. Wir hatten insgesamt 11 Angebotsanforderungen nach telefonischer Voranfrage verschickt. Tatsächlich zurück kamen zwei, dazu eine Ablehnung, weil der Unternehmer schon von einem der beiden Angebotsabgeber (dem teureren) als Subunternehmer engagiert worden war.

Unsere myhammer Ausschreibung erbrachte ein zusätzliches (Spaß-)Angebot: ein in Nürnberg ansässiger Unternehmer hat mal gut 47.000 €uro veranschlagt – wohl weil er gesehen hat, dass sich kein Konkurrenzangebot (trotz vier Beobachtern) findet. Man kanns ja mal probieren, aber so verzweifelt sind wir doch nicht.

Trotzdem wird’s wohl ein ziemlich dicker saurer Apfel werden, den wir da schlucken müssen.

Freitag, 24.09.10 Bemusterung

Am Dienstag stand die langersehnte Bemusterung an. Mit einer Reservierung für die Pension Ederstrand, die ganze zwei Gehminuten von Fingerhaus entfernt liegt, und noch einigen Änderungswünschen im Gepäck gings am Montag Mittag los.

Einige enttäuschende Geocaching-Stops mit schönen Ausblicken, aber keinem Cache zu finden, waren wir am Abend auch schon da. Der Hunger trieb uns noch zur lokalen anatolischen Küche namens "Antalya" und der Mann bewies, dass er auch Pizza vorzüglich zubereiten kann.

Am Morgen trafen wir nach sehr gutem Frühstück zur Bemusterung bei Frau H. ein. In der Lobby wurden wir auch gleich namentlich begrüßt. Lustigerweise kannte Carsten einen der auf dem Bild genannten - ein Kollege aus Würzburg. Wir hatten ihn schon am Abend in der Pension getroffen. Die bauen tatsächlich das gleiche Haus wie wir. Wie klein doch die Welt ist.

Frau H. konfrontierten wir dann zu Beginn auch gleich noch mit unseren Wünschen. Nicht unbedingt der Start, den sie wohl erwartet hatte, aber "wat mut dat mut". Grundsätzlich brachte sie immer mal konstruktive Vorschläge und bemühte sich freundlich zu bleiben. Ein paar verschobene Fenster und Wände später durfte dann auch die Bemusterung losgehen.

Gewählt haben wir dann schwarze Dachziegel (gab noch ne kleine Kontroverse: wir haben uns nämlich als Ausnahme von der Stadt graue bzw. anthrazitfarbene genehmigen lassen; unsere schwarzen nennen wir, sollte uns jemand fragen, jetzt "ein sehr dunkles anthrazit"), eine klassisch weiße Wandfarbe und weiße Fenster (und weiße Rolladen). Besser hätten uns die dunklen Fensterrahmen gefallen, aber die kosten nicht wenig Aufpreis und Geld geben wir auch so genug aus. Auch die Dachunterseiten in weiß (also die Sparren, die man von unten sieht) wären wesentlich passender gewesen. Aber auch hier: Aufpreis und nicht wenig (irgendwo vierstellig). Also dann in braun.

Die Haustür wird ebenfalls weiß mit fünf rechteckigen Glaseinsätzen. Hier haben wir uns gleich zwei Mal Aufpreis beschert: das "Satinato"-Glas (ähnlich Chinchilla, nur ohne Struktur; immer wieder lustig, was man so lernt bei der Prozedur) kostet gute 100 €uro mehr und der zusätzliche Türstab (sonst ist nur ein schnöder Knauf dran) nochmal 107 €uro. Bei dem Stab hatten wir kurz überlegt, ihn selber zu besorgen und montieren, aber das hätte grad mal gut 20 €uro gespart und dafür dürfen sie bohren.

Zusätzlich gegönnt haben wir uns eine Außenwasserzapfstelle (378), eine gebeizte Treppe (670), eine Dachrinnenklappe (69) und ein paar zusätzliche Lichtauslässe z.B. für Spots im Bad (155 nach Verrechnung der Steckdosen, die wir weglassen konnten), sowie ein Kunststoffelement für den späteren Einbau einer Klappe für unsere Luxuskatze (210).

Gutgeschrieben wurden uns der Kaminofen "Justus" aus der Aktion (595) und Aufputz- statt Unterputzduschamaturen (2x 60).

Die Dachziegeldurchführung für die Satellitenantenne (35) bestellten wir ebenfalls; die Aufhängung von Kathrein klang trotz toller Konstruktion mit 155 €uro zu teuer. Die haben wir rausnehmen lassen. Kostet im Internetfachhandel auch nur die Hälfte und ein paar Schrauben in die Dachbalken jagen schaffen wir problemlos.

Der größte Posten kam dann kurz nach Mittag: aufgrund unserer fehlenden Tiefenbohrgenehmigung für die Erdwärme musste ne andere Lösung her. Dazu kommt erschwerend unser Aufffüllgrund: nach Prüfung durch Dr W. von Viessmann besteht die Gefahr, dass unterirdische Hohlräume schlechtere Entzugsmöglichkeiten liefern. Gerechnet werden mit 35 statt normalerweise 50 Watt. Daher kriegen wir jetzt 3 oder 4 Bohrungen, die uns insgesamt nochmal 2.000 €uro mehr kosten als geplant.

Klingt viel, aber wenn man bedenkt, dass wir die Erdwärme dann für 10.000 € zuzüglich der Solarunterstützung für 3.500 € kriegen, ist das immer noch durchaus in Ordnung.

Ausgleichen konnten wir das noch durch den Termin mit Herrn D., der die Mehr- / Minderkostenaufstellung erstellt hatte. Die eigentlich als erstes von uns erkannte Doppelberechnung der Bodenplatte stimmte so leider - war nur unglücklich formuliert. Aber unsere anderen Posten im Anschluss waren dann tatsächlich nicht korrekt: unser Verkäufer Herr Buhl hatte in unserem ursprünglichen Werkvertrag schon etliche Sachen reingepackt - wie ein zusätzliches Fenster, die bodentiefe Dusche und das Bodengutachten. Das war schlichtweg übersehen worden. Die durfte Herr D. jetzt dann wieder rausnehmen, so dass wir doch noch 2.400 €uro zurückerstattet (bzw. zurückgerechnet - gezahlt haben wir ja noch nix) bekommen. Letztendlich kamen wir so mit 900 €uro Mehrkosten im Vergleich zur Mehr- / Minderkostenrechnung aus. Durchaus in Ordnung wie wir finden.

Zum Abschluss kam noch unsere Ansprechpartnerin Frau K. und stellte uns den weiteren Ablauf vor: wie vermutet ist unser Aufstelltermin jetzt in der 5. Kalenderwoche - also Ende Jan/Anfang Feb. Eine wesentliche Verbesserung zum zunächst genannten April. Wir könnens kaum erwarten...

Das Protokoll hatten wir heute sogar schon in Händen. Blitzschnelle Arbeit von Fingerhaus. Dazu gabs einen kleinen Packen mit gut 80 Seiten vom Statiker. Wir haben kein bisschen verstanden, aber dafür hat der Mann ja studiert und wir müssens auch nur beim Landratsamt abgeben.

Jetzt können wir langsam mal nach Tiefbauern suchen und das ein oder andere Handwerkerangebot einholen. Slow and steady...

Donnerstag, 02.09.10

Pünktlich zum einjährigen Standesamtshochzeitstag häufen sich die guten Nachrichten! Am Mittwoch abend haben wir uns mit Dr W von Viessmann an der Wiese getroffen. Er erklärte uns, dass für uns wohl entweder eine oberflächennahe Geothermie (in 2m Tiefe; an der West- und Südseite L-förmig verlegt) oder eine Fächerbohrung (von einer Stelle aus werden fächerförmig drei kürzere Bohrungen durchgeführt) in Frage kommen. Ist unser Traum von der Geothermie also doch noch nicht vorzeitig beendet.

Am Donnerstag durften wir dann auch den Bauantrag in Händen halten. Unsere Änderungen wurden eingearbeitet und nach einem Unterschriftenmarathon wird der Antrag dann am Freitag bei der Stadt abgegeben. Sollte eigentlich kein Problem sein - wenn man die Rechnung für die Befreiungen und Ausnahmen außer Acht lässt.

Mehr oder weniger zeitgleich erhielten wir von Fingerhaus die Nachricht, dass unsere Bemusterung bereits im September möglich wäre. Da wir immer noch auf einen früheren Aufstelltermin hoffen, also sofort Frei an diesen Tagen (21./22.9.) beantragt. Erst später wurde uns klar, dass wir bis dahin auch eine Küche haben müssen. Nächste Woche wird also die Woche (eigtl. gehts nur an zwei Tagen) der Küchenstudiobesichtigungen.

Außerdem werden jetzt wohl die ersten 5 % unseres Kaufpreises fällig. Gespannt (und angstvoll) warten wir auf die Mehr-/Minderkostenaufstellung, die die nächsten Tage ins Haus flattern dürfte.

Donnerstag, 19.08.10

Mittlerweile gabs auch zur Abwechslung mal gute Nachrichten - die sind uns natürlich am liebsten.

Die PSD hat uns die Kreditunterlagen zugeschickt. Und statt der vereinbarten 3,65 % kriegen wir jetzt 3,55 % auf 15 Jahre fest. Macht über die Jahre wohl so 1200-1400 € aus, die wir uns so sparen. Ist man gar nicht gewohnt, dass man beim Bauen mal irgendwo spart. Aber ein schönes, wenn auch leider seltenes, Gefühl.

Außerdem waren wir am Montag beim Bahr Baumarkt in Nürnberg-Schweinau und haben uns dort in der "Traumbäder"-Ausstellung von Herrn Appelt beraten lassen. Der Berater war sehr nett und - viel wichtiger - auch kompetent und ging problemlos auf unsere Wünsche ein. Nach zwei Stunden hatten wir dann für Kinder- und Elternbad die wohl besten Stellmöglichkeiten gefunden. Ein Stein vom Herzen mehr. Bestellt wird dann erst, wenn mal ein Aufstelltermin abzusehen ist.

Unsere "kleinen" Änderungen haben wir mittlerweile auch an Fingerhaus versandt: sind insgesamt doch gleich 13 Stück geworden. Die Fenster mit 50 cm haben wir auf 75 cm Breite erweitert, das Haus noch einen halben Meter nach Norden verschoben, den Hauswirtschaftsraum eingerückt und und und... Hätten wir auf den ersten Blick nicht gedacht, dass uns da noch so viel einfällt. Aber wir rücken der Perfektion mit dem dann 855. Plan näher *g*

Außerdem waren wir noch mit den Rädern an unserer Wiese. Irgend ein Heinzelmännchen hat ein Stück gemäht, aber in der Mitte alles stehen lassen. Aber kann uns dieses Jahr (leider) noch ziemlich egal sein. Dafür steht das Haus gegenüber schon ziemlich.

Heizung
Mir fiel eben auf, dass das Thema Heizung noch gar keinen Niederschlag hier fand. Das ist nämlich auch noch so ein Kopfzerbrecher, der sich hinzieht: eigentlich hatten wir die kostengünstige Erdwärme abgeschlossen für knapp 8000 Euro (war ne Sonderaktion bis Anfang April). So weit, so gut. Leider machte uns das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg einen Strich durch die Rechnung, da man lediglich 40-45 m auf unserem Grundstück bohren darf. Haben wir zwar gleich was über wasserführende Schichten gelernt, aber trotzdem doof, da wir entweder 93 m hätten bohren müssen oder alternativ zwei Löcher à 60-65 m gebraucht hätten. Zwischenzeitlich waren dann mal Erdwärmekörbe im Gespräch, aber momentan warten wir noch auf die Antwort von Fingerhaus (und die wiederum auf Antwort von Viessmann), wie es da weitergeht. Wäre für uns die halbwegs "grüne" und schöne Lösung gewesen. Aber mal sehen, wie das noch ausgeht.